Landesverband Oberösterreich
ÖWR Kurzruf 130

EINSÄTZE und ÜBUNGEN

 

Schützenfest der Armbrustschützen

 
In einer der ältesten Schießstätten (erbaut 1620) des inneren Salzkammergutes feierten die „Echerntaler Stahelschützen“ ihr diesjähriges Schützenfest.

Stellt sich natürlich die Frage: Was hat die Wasserrettung dabei gemacht?

Die Rettungskräfte blieben ihrem Einsatzgebiet, dem Wasser treu. Vier Mitglieder in Tracht/Uniform ruderten die Schützen am Mutzen entlang der Seestraße über den Hallstättersee. Auch wenn es bei der Überfahrt, beim gesungenem Schützenlied „Mia Schützen, mia san lustige Leut, juhe“ und den Böllerschüssen aus den Prangerstutzen der Hallstätter Fronleichnamsschützen, recht laut wurde.

Text & Fotos unten: ÖWR Hallstatt - 14.10.2018
 
 
 
 
 
 

Großalarm am Hallstättersee

Samstag 13.10.2018, 10:00 - Alarm: Felssturz im Ortszentrum von Hallstatt! Feuerwehren, Rotes Kreuz, Bergrettung, Polizei und Wasserrettung rückten aus. - Vorbei war es mit dem ruhigen Wochenende.
Jedoch, Glück gehabt; es war „nur“ eine groß angelegte Katastrophenschutzübung in Hallstatt. Bei vier Szenarien galt es für über 100 Einsatzkräfte koordiniert, gezielt und zügig, unter Beobachtung vom Übungsleiter OBI Armin Zwinz, zu arbeiten.

Hallstatt ist bekannt für seine engen Straßen sowie Gassen mit einer hohen Besucherzahl; eine tägliche Herausforderung für die Einsatzkräfte. Um die KHD-Übung so realistischen wie möglich zu halten, wurden im Ort kaum Zugänge gesperrt.

Eher schwierig waren daher die 3 Szenarien für Feuerwehr und Rettung im Ortszentrum (eine Brandlöschung mit Personenrettung im Gemeindeamt, zwei technische Einsatzstellen). Der Transport von Personen und Material wurden nach Möglichkeit über den Wasserweg durchgeführt, um eine schnelleres Vorankommen zu gewährleisten.

Die Hauptaufgabe der Wasserrettung lag im Verletzten-transport, vom Markt zur Bootshütte in Lahn (Seelände), um die Patienten dort unmittelbar an die Sanitäter zu übergeben. Die Bergrettung wurde vorrangig zum Einsatz am Salzberg beordert.

Auf ein Neues konnten alle Einsatzorganisationen ihre gute Zusammenarbeit, welche im wahrsten Sinne „Hand in Hand“ abläuft, aufzeigen.
Die 5-köpfige Wasserrettungstruppe freute sich bei der gemeinsamen Abschlussbesprechung über lobende Worte.

Nur am Rande sei erwähnt, selbst in den Wänden des Echerntals konnten Teile der Übung beobachtet, und die Fahrten des Einsatzbootes "Philipp" verfolgt werden.


Text: ÖWR Hallstatt
Fotos: © fotokerschi.at & ÖWR Hallstatt

 

 
 
 
 

Bundesländerübergreifende Nautik-Fortbildung

 
Als Nautiker ist man nicht nur auf den Seen im Salzkammergut unterwegs; Gewässer sind auch Flüsse und Wasserstraßen. In diesem Fall: die Donau.

Mit passendem Schiffsführerpatent starteten am Samstag den 29.9.2018 insgesamt 19 Nautiker aus den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Tirol und Oberösterreich in den Tag.

Zwei Einsatzboote vom Landesverband NÖ wurden in Korneuburg zu Wasser gelassen, um nach kurzer Fahrzeit den Rendezvouspunkt „Sportboothafen Kuchelau“ zu erreichen. ÖWR Bundesnautiker Markus Vogt übernahm mit dem Wiener Boot, samt Besatzung, die Führung für die weitere Strecke.
Durch Wien, mit reger Großschifffahrt, und die Schleuse Freudenau ging es danach in sanfte Gleitfahrt vorbei an den Naturschutzzonen der Hainburger Auen bis Bratislava. Informationen über die diversen Streckenabschnitte z.B. Nationalpark Donauauen, Hainburg, Wildungsmauer, sowie die Bau- und Funktionsweise der Schleuse Freudenau wurden hervorgehoben.

Retour in Hainburg, erhielten die Besatzungen vom Bundesnautiker eine umfassende Information über das Befahren bzw. Verhalten im Donaukanal. Die Hervorhebung der baulichen Merkmale erfolgte während der Schleusung in Nußdorf.



Die Durchfahrt vom Donaukanal bildete sicherlich das große Highlight dieser Fortbildung. Der ungewohnte Blickwinkel vom Wasser auf die Stadt Wien, war ein großartiger Abschluss.

Text & re Foto: ÖWR Hallstatt

 
 
 
 

Ein Sommer neigt sich dem Ende zu

 
Dienstag 25.9.2018: Die Sonne erkämpfte sich nach beinahe frostiger Nacht ihren Platz am Himmel zurück und die Wolken machten Platz, nur das Thermometer schaffte es kaum über 10°.

Für 6 Mitglieder der Canyoning-Einsatzgruppe OÖ (eine Kooperation von Berg- & Wasserrettung) kein Hindernis, um in eine Schlucht zu gehen. Die Canyoningtour “Caramba“ im Weißenbachtal, zwischen Bad Ischl und Attersee, bildete den diesjährigen Saisonabschluss.

Alle Wildwasserretter, der Ortstelle Hallstatt, welche Mitglieder in dieser speziellen Einsatzgruppe sind, konnten den Nachmittag nutzen und hatten viel Spass mit den Kollegen.

Mit einer unfallfreien Saison 2018, ist die Vorfreude aufs nächste Jahr ungetrübt, dabei sind neue Pläne bzw. Projekte bereits in Vorbereitung.

Bis dahin ein freundschaftliches „Patschnass!“





Text & Fotos: ÖWR Hallstatt
 
Canyoning Mühlbach


 
Caynoningeinsatzgruppe Kooperation von BRD und ÖWR
Weißenbach Weißenbachtal
 
 
 

Spätsommerliche Septembertage im Salzkammergut

 
Die vergangenen perfekten Altweibersommertage nutzten, im Spezialgebiet, sprich der Funsportart Canyoning ausgebildete Wildwasserretter, um nach den einsatzreichen vergangenen Monaten einfach die Schönheit Österreichs zu genießen.

Eine Tour führte sie in den Raum Gosau. Für die zweite Schlucht musste nicht lange überlegt werden, denn vor der Haustür fließt der Mühlbach.

Kaskadenartig, fast ohne Gehpassagen, folgt man dem Mühlbach, bis er praktisch Mitten im Ort in den Hallstätter See mündet. Begleitet wird der Abstieg dabei vom fantastischen Blick auf Hallstatt selbst, den See, Obertraun sowie den Wehrkogel vorm Sarstein.

Besonderen Dank an den Shuttlefahrer und die Saline, für die Beförderung auf den Salzberg.








Text & Fotos: ÖWR Hallstatt - September 2018
 
  Canyoning Mühlbach
Drachenmaul Drachenmaul
 
 
 

Ein Hauch von Mystik, Tradition und fast Magie

 
Nahezu wie in Harry Potter, dem Roman von J.K. Rowling, konnten sich am Sonntag den 9.9.2018 die diesjährigen Erstklässler der HTL Hallstatt fühlen.

Abgeholt beim Bahnhof Hallstatt, stiegen sie auf den so genannten „Mutzen“ (Anm.: traditionelles Holzschiff, welches früher zum Salztransport verwendet wurde), um von ihren zukünftigen Lehrern über den Hallstätter See gerudert zu werden.

Sicherheit ist natürlich ein großer Aspekt in der HTL und so begleitete die Wasserrettung Hallstatt mit ihrem Einsatzboot die Strecke über den See.

Dabei rückten die Einsatzkräfte zu einem kurzen Realeinsatz aus; ein Paragleiter war an seinem Notschirm hängend im See gelandet. Da er unverletzt an Bord genommen wurde, nahmen er sein recht erfrischendes Bad mit Humor.



Text & Fotos: ÖWR Hallstatt

 
  
 
 
 

Waldbrand Hallstatt/Echernwand

 
Bambi Bucket Löschwasser-Außenlastbehälter Einsatzboot Philipp mit Agusta Bell 212 Sikorsky UH-60 Black Hawk

Dienstag den 21.8.2018 entzündete sich, vermutlich durch eine achtlos weggeworfene Zigarette, am Echernwand-Klettersteig ein kleines Grasbüschel.

Daraus entwickelte sich ein Flurbrand, welcher schließlich ein Gebiet von ca. 30 Hektar umfasste.

Feuerwehr, Mitarbeiter der Saline und Bergrettung kämpften direkt am Berg gegen die Flammen. BMI und Bundesheer löschten mittels Hubschraubern aus der Luft, sogar ein Black Hawk wurde hinzugezogen.

Die Wasserrettung Hallstatt unterstütze im techn. Einsatz am Wasser. Nautisches Fingerspitzengefühl und Ruhe war als fixer Markierungspunkt für die Hubschrauber zum Wasserschöpfen gefragt. Die Aufgaben umfassten darüber hinaus auch die Absperrung/Absicherung der Wasserfläche, um das Einfahren div. Boote zu verhindern.

Leider bekamen es die Einsatzkräfte immer wieder mit uneinsichtig Wassersportlern, Bewohnern und Urlaubern zu tun.

4 Tage bis zum großen Regen wurde unermüdlich gegen Feuer, Rauch und Glutnester gekämpft; bis am Freitag gegen 18:15 Einsatzende bekannt gegeben wurde. Dabei fanden 1.760 Hubschrauberflüge vom Hallstätter See in die Echernwand statt.

 
  
Agusta Bell 212
 
Die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller Einsatz-/Rettungskräfte wurde in der Abschlussbesprechung besonders hervorgehoben. Abschließend sei noch gesagt, dass trotz des langen Zeitraumes sowie extrem schwierigen Bedingungen, alle Personen unbeschadet und gesund von diesem Einsatz heimkehrten.

Text: ÖWR Hallstatt
 
Aérospatiale SA-319 Alouette III
 
 
 

Lebensrettung nach Paragleitunfall - Hallstatt 16.06.2018

Bei einem schweren Absturz einer 42 jährigen Paragleiterin wurde heute gegen Mittag die 3-köpfige Besatzung des Einsatzbootes Hallstatt der Österreichischen Wasserrettung zu Lebensrettern.

Die Wasserretter machten in Hallstatt ihren Bereitschaftsdienst als sie eine Paragleiterin beobachteten, die beim Flugsicherheitstraining in Probleme geraten war. Das Einsatzboot legte bereits ab, als die Sportlerin heftig auf die Wasseroberfläche einschlug. Als die Wasserrettung die Verunfallte erreichte, trieb diese bewusstlos mit dem Gesicht nach unten im Halltstätter See.

Noch an Bord wurden Erste Hilfe Maßnahmen durchgeführt, während die gebürtige Asiatin ans Ufer gebracht wurde, wo das alarmierte Rote Kreuz und der Notarzt die Verletzte übernahmen. Der Transport ins Krankenhaus erfolgte mit dem Rettungshubschrauber.

Text: Martin Eberl


Resonanzen:

 
 
 

Fronleichnam 31.05.2018

 
 
 

Bau des neuen Rettungsbootes Hallstatt