Landesverband Oberösterreich
ÖWR Kurzruf 130

3. Großübung der Einsatzkräfte / Steyrdurchbruch

 

Die Erfahrungen der letzten Zeit haben gezeigt, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen bei einem Einsatz immer bedeutsamer wird. Um im Ernstfall möglichst effizient arbeiten zu können, ist die Abgrenzung der Zuständigkeitsbereiche, sowie Kenntnisse über die Fähigkeiten der anderen Organisationen äußerst wichtig. Dank des sehr hohen Ausbildungsstandards sind die Einsatzkräfte aller Rettungsorganisationen top ausgebildet.

Um die so wichtige Kooperation zu üben und zu festigen, trafen die Einsatzkräfte der Österreichischen Wasserrettung (inkl. Wildwasserrettung, Canyoningeinsatzgruppe und Taucher), Bergrettung (inkl. Canyoningeinsatzgruppe), Lawinen- und Suchundestaffel, Höhlenrettung, Polizei (inkl. Hubschrauber des BMfI), Landesrettungsflugwacht, Rotes Kreuz und Freiwillige Feuerwehren (inkl. Feuerwehrtaucher) am 08. Juni zu einer Großübung in Steyrdurchbruch zusammen.

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet und der offiziellen Begrüßung konnten sich alle Teilnehmer dieser Übung im Stationsbetrieb (Seiltechnik, Erste Hilfe Maßnahmen, Verhalten im und am Wasser, Bau einer Seilfähre bzw. Seilbahn in Theorie und Praxis ) austauschen, neue Erfahrungen sammeln bzw. bestehende ausbauen. Diese Stationen wurden von den einzelnen Rettungsorganisationen betreut. Es war möglich einen praxisorientierten Einblick in die Fachbereiche der anderen Vereine zu bekommen und einzelne Tätigkeiten sowie Einsatzmaterialien selber auszuprobieren.

Um 14:30 fand eine gemeinsame Einsatzübung statt, bei der alle teilnehmenden Rettungsorganisationen bei der Bergung von (verletzten) Personen aus alpinem Gelände und Wassernot eingebunden waren und zusammenarbeiteten. Von der Personensuche mittels Suchhundestaffel, Erstversorgung, Hubschrauberrettung bis hin zur ärztlichen Versorgung und noch weiteren Rettungs- und Bergeelementen, wurden die teils sehr spektakulären Szenarien durchlaufen. Die Einsatzgruppe der Wasserrettung suchte den Uferbereich ab, versorgte die zwei gefundenen Personen und machte diese transportfertig (SKED bzw. UT2000). Eine Person wurde mittels Seilbahn von der Bergrettung, die andere mittels Hubschrauber des BMfI geborgen.

Von der Brücke über dem Steyrdurchbruch konnte die Übung von vielen Interessierten gut eingesehen und fasziniert verfolgt werden. Sie konnten sich ein gutes Bild über das Zusammenwirken der unterschiedlichen Fachorganisationen machen. Je ein Boot der Wasserrettung und der Feuerwehr, Gyro-Copter der Landesrettungsflugwacht sowie ein Hubschrauber des BMfI waren im Einsatz und sorgten für ein unvergessliches Erlebnis der Besucher.

Die Übung konnte um ca. 16:30 erfolgreich ohne Zwischenfälle beendet werden. Nach der Nachbesprechung wurden alle Teilnehmer noch zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen, bei dem sie die neu gesammelten Erfahrungen austauschen und die nächste Übung bereits planen konnten.

   
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  Bericht im LT1